Literatur, Dialekt und ein Schatzkästlein
Der Bericht von Martina David-Wenk, erschienen am 29. April 2026 in der Badischen Zeitung, beschreibt das vielfältige Programm zum 200. Todestag von Johann Peter Hebel, mit dem Menschen aus Basel, Lörrach und dem Elsass zusammengebracht und Hebels Bedeutung für Literatur und Region gewürdigt werden. Beim traditionellen "Schatzkästlein" wurde zudem der Schweizer Schriftsteller und Organist Erwin Messmer für sein literarisches Schaffen und seine Pflege des Dialekts ausgezeichnet.
Laudatio Hebeldank 2026, Hebelbund Lörrach
In seiner Laudatio zur Verleihung des Hebeldanks 2026 würdigte Volker Habermaier den Schweizer Schriftsteller und Organisten Erwin Messmer als vielseitigen Autor, dessen Werk Tiefsinn, Humor und Sprachkunst vereint. Besonders hervorgehoben wurden Messmers Schreiben in Hochsprache und St. Galler Mundart sowie seine Nähe zu Johann Peter Hebels humanistischem und lebensbejahendem Erbe.
Vita
Erwin Messmer wurde 1950 in Staad SG am Bodensee geboren. Er besuchte das Gymnasium in Appenzell und studierte anschliessend Philosophie und Deutsche Literatur an der Universität Freiburg i.Ue. Gleichzeitig erwarb er sich Lehr- und Konzertdiplome für Klavier und Orgel. Es folgten intensive Konzerttätigkeiten als Organist sowie Radio- und CD-Aufnahmen. Er ist Organist an der Reformierten Kirche Bümpliz, an der er auch die Konzertreihe "Bümplizer Orgelserenaden" leitet, und Lehrer am Konservatorium Freiburg. Daneben schrieb er stets Gedichte, Prosaarbeiten, Essays und Buchkritiken, die in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden. Bei der Schweizer Literaturzeitschrift "orte" sitzt er in der Redaktion.
Von Erwin Messmer sind zur Zeit 5 CDs mit Orgelmusik, 7 Gedichtbände und eine Gedicht-CD greifbar.
Erwin Messmer ist Mitglied des Berner Organistenverbands (BOV), der Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellervereins (ISSV) und des Verbands Autoren der Schweiz (AdS).
Er ist Vater einer Tochter und eines Sohnes und lebt in Bern.